Die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um Olympische und Paralympische Spiele kann für die Rhein-Ruhr-Region und speziell für Köln als Leading City Chancen bieten: internationale Sichtbarkeit, Infrastrukturmodernisierung und Impulse für den Sport vor Ort. Eine Bewerbung mit Köln als Leading City kann für die Stadt vorteilhaft sein, weil durch ein solches Event Infrastrukturvorhaben priorisiert und die damit verbundenen, notwendigen Förderzusagen von Land und Bund zügiger erfolgen. Zudem bieten die Olympischen und Paralympischen Spiele Chancen für interkulturellen Austausch unter Sportler*innen und Besuchenden.
Gleichzeitig bestehen mit einer Bewerbung für ein Sportevent in dieser Dimension erhebliche Risiken, insbesondere hinsichtlich drohender Kostensteigerungen und ökologischer Belastungen. Die Infrastruktur, die für die Olympischen und Paralympischen Spiele entsteht, führt zunächst zu Mehrbelastung durch Lärm, Baustellen und Stau für die Bewohnenden. Auch werden durch die Fokusverschiebung auf die Spiele andere notwendige Infrastrukturprojekte in der Stadt zurückgestellt. Zudem gibt es eine berechtigte Skepsis gegenüber dem IOC.
Ziel des Kreisverbands ist es, die öffentliche Debatte verantwortungsvoll zu begleiten und dabei grüne Bewertungskriterien sichtbar zu machen und in den weiteren Prozess einzubringen.